Wer einen handelsüblichen OBD2-Scanner an den Smart Roadster 452 anschließt und nur einen schwarzen Bildschirm erhält, hat damit eine Erfahrung gemacht, die fast jeder neue Besitzer kennt. Der 452 ist ein europäisches Fahrzeug aus der Zeit vor 2004 mit einer nicht standardisierten Diagnoseimplementierung. Die Realität ist, dass die meisten günstigen Plug-and-play-Scanner entweder gar keine Verbindung aufbauen oder nur einen Bruchteil der tatsächlich benötigten Daten liefern. Dieser Ratgeber erklärt genau, welche Protokolle der Roadster verwendet, welche Scanner-Werkzeuge wirklich kompatibel sind, welche Fehlercodes sich realistisch auslesen und löschen lassen und wo die Grenzen von OBD2 liegen – damit Sie kein Geld mehr für Werkzeuge verschwenden, die nur halb funktionieren, und Ihr Fahrzeug endlich ordentlich diagnostizieren können.
Warum der Smart Roadster kein Standard-OBD2-Fahrzeug ist
Der Smart Roadster 452 wurde zwischen 2003 und 2006 produziert und fällt in die Übergangszeit, bevor die Europäische Union ab Januar 2001 die vollständige EOBD-Konformität für alle Benzin-Pkw vorschrieb. Theoretisch sollte der Roadster vollständig EOBD-konform sein. In der Praxis hat Smart die Fahrzeugdiagnose vorrangig über das proprietäre Mercedes-Benz DAS- und STAR-System implementiert, und die standardisierten OBD2-Service-Daten der Modi 01–09 sind am 16-poligen OBD2-Anschluss unter dem Armaturenbrett nur teilweise zugänglich.
Das Bosch MEG 1.1 Steuergerät – das Herzstück des 698-cm³-Turbodreizylinders – kommuniziert über die Protokolle ISO 9141-2 und KWP2000 (ISO 14230) mit langsamer Initialisierung, anstatt den schnelleren CAN-Bus moderner Fahrzeuge zu nutzen. Viele aktuelle Bluetooth- und WLAN-OBD2-Adapter sind primär für CAN-Bus-Fahrzeuge ausgelegt und werden sich schlicht weigern, am Legacy-K-Line-Kommunikationsbus des Roadsters zu initialisieren. Dies ist der mit Abstand häufigste Grund, warum Besitzer berichten, dass ihr Scanner









