Der Smart Roadster 452 erhält von Langzeitbesitzern konstant Bestnoten für seine Mittelmotor-Charakteristik, kartähnliche Agilität und unverwechselbare Persönlichkeit. Kritisiert werden vor allem Wassereinbrüche, die Lernkurve des Softouch-Getriebes und die Ersatzteilversorgung. Zwei Jahrzehnte nach dem Marktstart würden die meisten Besitzer ihn wieder kaufen.
Als der Smart Roadster 2003 auf den Markt kam, konzentrierten sich die Fachzeitschriften auf seinen skurrilen Charme und den damals günstigen Einstiegspreis. Diese ersten Testberichte sind heute zwanzig Jahre alt. Das aussagekräftigere Urteil kommt von den rund 43.000 Besitzern weltweit, die diese Autos tatsächlich durch kalte Winter, Autobahnpendeln und Wochenend-Ausfahrten begleitet haben. Dieser smart roadster test bündelt das kollektive Wissen dieser Community: Was hat sich bewährt, was hat Kopfschmerzen bereitet, und warum weigern sich so viele Besitzer, ihr Fahrzeug zu verkaufen? Wer einen kaufen möchte oder einfach wissen will, ob die Realität dem Versprechen entspricht, findet hier die ehrlichste Einschätzung.

Was beim smart roadster test alle Besitzer bestätigen: Das Fahrerlebnis
Fragt man Langzeitbesitzer, was sie am meisten schätzen, lautet die Antwort fast immer gleich: die Fahrweise. Der 698-cm³-Dreizylinderturbo sitzt hinter den Sitzen in echter Mittelmotor-Heckantriebskonfiguration, was eine Gewichtsverteilung ermöglicht, die kein frontmotoriges Sportauto in dieser Preisklasse erreichen kann. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das bereitwillig einlenkt, Richtungswechsel mit echter Präzision vollzieht und über die Lenkung so kommuniziert, wie es die meisten modernen Sportwagen – die ein Vielfaches kosten – schlicht nicht tun.
Besitzer beschreiben das Kurvenjagen auf Landstraßen einhellig als natürliches Habitat des Roadsters. Bei 100 km/h durch eine Kurvenfolge fühlt sich der Roadster lebendig an – weit jenseits dessen, was die bescheidene Motorleistung vermuten lässt. Die 60-kW-Standardversion gilt als der ideale Kompromiss: leistungsstark genug für echten Fahrspaß und mit einem Ölkühler ausgestattet, den das schwächere 45-kW-Lite-Modell vermissen lässt. Wer wissen möchte, wie die Varianten im direkten Vergleich abschneiden, findet in unserem ausführlichen Vergleich der 45-kW-, 60-kW- und Brabus-74-kW-Modelle alle relevanten Unterschiede bei Fahrleistungen und Zuverlässigkeit.
Komfort ist nicht die Stärke des Roadsters, und erfahrene Besitzer sind diesbezüglich ehrlich. Windgeräusche durch das Softtop nehmen oberhalb von 130 km/h merklich zu, und der Dreizylinder ist jederzeit hörbar. Für die meisten Besitzer sind das jedoch Eigenheiten, keine Mängel – Teil des direkten, analogen Erlebnisses, das moderne Sportwagen weitgehend weggekonstruiert haben.
Das Softouch-Getriebe: Das Marmite-Element in jedem smart roadster test
Kein ehrlicher smart roadster test kommt am Softouch-Getriebe vorbei, und die Besitzermeinungen sind zu diesem Bauteil gespaltener als bei jedem anderen. Das System ist ein automatisiertes Schaltgetriebe – es verwendet eine konventionelle Kupplung und einen normalen Radsatz, die Betätigung erfolgt jedoch elektronisch statt per Kupplungspedal. In der Theorie vereint es das Beste aus beiden Welten. In der Praxis, besonders im Stadtverkehr, verlangt es eine Geduld und ein Verständnis, das nicht jeder Besitzer aufbringen möchte.
Neuen Besitzern bereitet es in den ersten Wochen häufig Frust. Kriechen im Stau, Ruckeln an Steigungsanfahrten und die charakteristische Pause zwischen den Gangwechseln überraschen alle, die ein konventionelles Automatikverhalten erwarten. Wer durchhält, die Logik des Getriebes versteht und seinen Fahrstil anpasst, wird meist zum überzeugten Befürworter. Wer erwartet, dass es sich wie ein Drehmomentwandler-Automat verhält, verkauft das Auto oft innerhalb eines Jahres. Unser Leitfaden darüber, wie das Softouch-System tatsächlich funktioniert, ist eine Pflichtlektüre, bevor man ein Urteil fällt – oder kauft. Einen tieferen Einblick in die Mechanik dahinter bietet auch unser Artikel zum Smart Roadster Softouch-Getriebe im Detail.
Die Kupplung selbst ist ein Verschleißteil, das Besitzer aufmerksam im Blick behalten. Autos mit hoher Laufleistung und stadtlastigem Einsatz benötigen häufig Kupplungsarbeit, und die verstärkte 250-Nm-Einheit ist zur bevorzugten Aufrüstung für Besitzer geworden, die eine längere Lebensdauer und ein direkteres Ansprechverhalten wünschen. Details dazu liefert unser Artikel zur verstärkten Kupplung für den Smart Roadster.

Bekannte Probleme: Was zwei Jahrzehnte Besitz ans Licht gebracht haben
Die Smart-Roadster-Besitzer-Community ist bewundernswert ehrlich, was die Schwächen des Fahrzeugs angeht – ein Grund, warum die Online-Foren so wertvoll bleiben. Wassereinbruch ist das mit Abstand am häufigsten diskutierte Problem. Das Softtop, besonders bei frühen Fahrzeugen, neigt zu Undichtigkeiten an den hinteren Ecken und rund um die Verdeckverschlüsse. Stehendes Wasser dringt unbehandelt in die Fußräume, das SAM-Steuergerät (Signal Acquisition Module) unter dem Beifahrersitz und den Kofferraum ein. SAM-Fehler – erkennbar an B1xxx-Diagnosecodes – sind fast immer auf eine feuchte Umgebung zurückzuführen, nicht auf ein grundsätzlich defektes Bauteil.
Die Lenkungszahnstange wird in Besitzerforen regelmäßig erwähnt, besonders bei höheren Laufleistungen. Klonken oder Spiel in der Lenkung ist jenseits von 100.000 km keine Seltenheit, und Austauschzahnstangen sind – wenn auch nicht billig – ein bekannter und handhabbarer Kostenfaktor. Das LCD-Instrumentencluster ist ein weiteres altersbedingtes Thema: Segmente können verblassen oder verschwinden, und Ersatzeinheiten werden inzwischen hauptsächlich über Schrottplätze oder Speziallieferanten bezogen.
Mechanisch genießt der Motor selbst einen guten Ruf für Langlebigkeit, wenn er korrekt gewartet wird. Der Turbolader – ein Garrett 1238S mit pneumatischem Wastegate – ist grundsätzlich robust, sofern Ölwechsel termingerecht durchgeführt werden und der Motor nach hartem Einsatz vor dem Abstellen abkühlen kann. Wer Ölwechsel bei Turbomotoren vernachlässigt, zahlt dafür immer; wer den Roadster gewissenhaft pflegt, berichtet häufig von sehr hohen Laufleistungen ohne größere Motorarbeiten.
Wie der Smart Roadster gealtert ist: Design, Alltagstauglichkeit und täglicher Einsatz
Zwanzig Jahre nach dem Marktstart bleibt das Design des Roadsters wirklich unverwechselbar. Er ist nicht so gealtert wie viele zeitgenössische Sportwagen: Es gibt keine unbeholfene Mitte-2000er-Aggressivität, nur eine klare, flache Form mit Proportionen, die noch heute Köpfe umdrehen. Der Roadster-Coupé-Aufbau mit seinem Panorama-Glasdach und dem größeren Kofferraumvolumen gilt bei vielen Besitzern als die praktischere Alltagswahl – sofern man ein gutes Exemplar findet.
Alltagspraktikabilität im herkömmlichen Sinne war nie der Anspruch. Der Kofferraum befindet sich im Frontraum – der Motor sitzt mittig-hinten, es gibt also keine traditionelle Motorhaube vorn – und bietet Platz für eine Reisetasche, mehr nicht. Der Stauraum im Innenraum ist minimal. Für Besitzer, die das von Anfang an wissen, ist es kein Problem; das Auto macht eine Sache brillant und entschuldigt sich für den Rest nicht. Unser Artikel darüber, wie es wirklich ist, den Roadster als tägliches Fahrzeug zu nutzen, beleuchtet die Kompromisse im Detail und gehört zu den meistgelesenen Beiträgen auf dieser Website.
Die Preise sind in den vergangenen fünf Jahren spürbar gestiegen, da der verbleibende Bestand schrumpft und das Fahrzeug als moderner Klassiker anerkannt wird. Saubere Exemplare mit niedriger Laufleistung erzielen heute Preise, die 2015 absurd erschienen wären. Besitzer, die durch das Depreciation-Tal durchgehalten haben, wurden bestätigt.
Die Brabus-Varianten: Lohnt sich die Suche?
Der Brabus-Name verleiht Prestige, und sowohl der 66-kW-SB2 als auch der vollwertige 74-kW-Brabus liefern durch höheren Ladedruck – 1,43 bar beim vollwertigen Brabus gegenüber 1,09 bar beim Standard-60-kW-Modell – spürbar mehr Fahrleistungen. Der Besitzerkonsens ist grundsätzlich positiv, aber mit Vorbehalten. Brabus-Fahrzeuge wurden während ihrer aktiven Jahre härter gefahren, Servicehistorien sind manchmal lückenhaft, und der höhere Ladedruck belastet Kupplung und Turbo stärker.
Der SB2 hat insbesondere den Ruf, in den Notlauf zu gehen, wenn Modifikationen ohne genaue Kenntnis der ECU-Toleranzen vorgenommen werden. Wer einen SB2 besitzt oder erwägt, sollte die Zusammenhänge zwischen Remap und Notlaufprogramm verstehen – unser Artikel zum Smart Roadster SB2 Notlaufprogramm nach Remap erklärt das im Detail. Unsere vollständige Analyse der tatsächlichen Unterhaltskosten und des Reizes des Brabus hilft dabei zu entscheiden, ob der Aufpreis für den eigenen Verwendungszweck gerechtfertigt ist.
Warum die Community noch wächst: Die menschliche Seite des smart roadster tests
Vielleicht der bemerkenswerteste Aspekt von zwei Jahrzehnten Smart-Roadster-Erfahrungsberichten ist, wie begeistert die Community geblieben ist. Foren und Clubs wachsen trotz – oder vielleicht gerade wegen – des Alters des Fahrzeugs. Besitzer helfen sich gegenseitig dabei, abgekündigte Teile zu beschaffen, teilen Diagnosewissen und organisieren Trackdays. In dieser Community herrscht eine Großzügigkeit des Geistes, die den Charakter des Fahrzeugs widerspiegelt: Es zieht Menschen an, die es bewusst gewählt haben, oft gegenüber naheliegenderen Alternativen.
Vergleiche mit Konkurrenten sind unvermeidlich, und der Roadster behauptet sich auf eine Weise, die Statistiken allein nicht vermitteln. Gegenüber dem Mazda MX-5 bietet er eine exotischere Mittelmotor-Konstruktion, auf Kosten etwas weniger Ausgereiftheit und Zuverlässigkeitskomfort. Unser Direktvergleich mit dem MX-5 analysiert genau, wo jedes Auto die Nase vorn hat. Gegenüber dem Lotus Elise ist der Roadster der zugänglichere, weniger anspruchsvolle Alltagsbegleiter, auch wenn der Lotus das fokussiertere Fahrerwerkzeug ist – unser Vergleich Smart Roadster vs. Lotus Elise beleuchtet das ausführlich.
Die Produktion endete 2006 nach knapp über drei Jahren mit rund 43.000 gefertigten Einheiten weltweit. Diese relative Seltenheit, kombiniert mit der Leidenschaft der Community, Überlebende auf der Straße zu halten, hat dem Smart Roadster etwas beschert, das nur wenigen Budgetsportwagen gelingt: echte Sammlerwürdigkeit. Die vollständige Geschichte, wie der Roadster entstand und warum die Produktion endete, ist lesenswert, um zu verstehen, warum diese Zahlen heute so bedeutsam sind. Wer sich für den Unterschied zwischen den Aufbauvarianten interessiert, findet in unserem Artikel zum Smart Roadster vs. Roadster Coupé alle Antworten.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Smart Roadster zuverlässig genug für den täglichen Einsatz?
Bei ordentlicher Wartung ja. Der Motor ist grundsätzlich solide, und viele Besitzer fahren hohe Kilometerleistungen ohne größere mechanische Probleme. Die kritischen Punkte sind Wassereinbruch, das SAM-Steuergerät und die Softouch-Kupplung. Ein gut gepflegtes 60-kW-Exemplar mit lückenloser Servicehistorie ist als Alltagsfahrzeug für einen Einpersonenhaushalt durchaus vertretbar.
Welche Variante des Smart Roadsters sollte man kaufen?
Das 60-kW-Standardmodell ist der empfehlenswerteste Einstieg für neue Besitzer. Es hat einen Ölkühler (anders als das 45-kW-Lite-Modell), ausreichend Leistung für echten Fahrspaß und das größte Angebot an verfügbaren Exemplaren. Die Brabus-Varianten bieten mehr Leistung, tragen aber ein höheres Risiko, wenn die Servicehistorie lückenhaft ist.
Wie viel kostet die Wartung eines Smart Roadsters?
Routineservices sind günstig: Der Motor ist einfach aufgebaut, das Ölvolumen gering und Verschleißteile preiswert. Unerwartete Kosten entstehen typischerweise durch das Softtop, die Lenkungszahnstange oder SAM-bedingte Elektrikfehler. Für ein gut gepflegtes Fahrzeug sollte man mit etwa 500 bis 800 Euro pro Jahr rechnen, mehr wenn aufgeschobene Wartungen nachgeholt werden müssen.
Sind Ersatzteile für den Smart Roadster noch erhältlich?
Viele mechanische Teile sind über Aftermarket-Lieferanten und das Smart-Teilenetz noch verfügbar. Softtops, Kupplungskomponenten und Motorteile sind im Allgemeinen beschaffbar. Einige Elektrik- und Innenausstattungsteile gibt es inzwischen nur noch über Schrottplätze. Die aktive Besitzer-Community und Speziallieferanten haben die Lebensdauer des Fahrzeugs weit über das hinaus verlängert, was das offizielle Smart-Teileprogramm allein ermöglichen würde.









